Veranstaltungsinformationen 2014 Nr.2

Aktivitäten

 

In der MR Info vom 17.02.2014 haben wir einen 1. Versuch Fitness für Motorradfahrer beworben. Die Idee war: Über den Winter fithalten und im Frühjahr/Frühsommer sich körperlich fit auf sein Moped zu setzen. Wir waren mit der Umsetzung unserer Idee etwas spät dran, umso mehr haben wir uns über den regen Zuspruch gefreut. Es haben sich 8 Probanden/Innen angemeldet. Das war eine super Resonanz. Euch ganz herzlich Dank dafür!

Es waren schweißtreibende Termine, aber es hat allen super viel Spaß gemacht. Und die Aussage, ob wir das im Herbst/über den Winter wiederholen, macht uns Mut es tatsächlich wieder anzubieten.

 
2. 1. tt-tour 2014 Südfrankreich (22. bis 30.03.2014)

Samstag früh 2:00 Uhr Abfahrt in Stuttgart mit Siggi, dem Auto, dem Hänger und 2 Motorrädern. Irgendwann erwischt es einen, ca. 5:00 Uhr, kurz hinter Colmar Nord, ein Anhängerreifen platzt. Wir haben noch einmal Schwein gehabt, schleppen uns mit dem kaputten Reifen von der Autobahn und bekommen um 8:00 Uhr zwei neue Reifen (Index T bis 180km/h) für den Hänger. Nach Montage und Aufladen der Mopeds geht es gegen 10:00 Uhr weiter. Ankunft in Brisac, ziemlich erschöpft um 20:30 Uhr.

Sonntag: kleine Erkundungswanderung am Herault und erste 180 km Rundfahrt in die Cevennen, Kaffee und Crepes in Ganges.

Montag: längere Wanderung mit Klettereinlage und Höhlenbesuch (ca. 15m aufgestiegen, dann 50m eingestiegen) am Vormittag; Ausruhen und Baden am Point de Diable, Gegen Abend noch eine kleine Runde mit tollen Aussichten zum Cirque de Navacelles (130 km). Beeindruckende Schlucht und schon recht frisch.

Dienstag: Siggi ist ein wenig erkältet, das Frühstück zieht sich ein wenig hinaus. Wir brechen über Le Vigan auf zum höchsten Berg der Cevennen (Mount Aigoual; ca. 1560m). Diesmal wird es richtig kalt – gefühlte 5 Grad und Sturmböen über 120 km/h am Gipfel. Die Rundumsicht ist beeindruckend. Bei der Rückfahrt erwischen uns in Meyrueis ungefähr 25 Regentropfen – wirklich Glück gehabt mit dem Wetter. Über Valleraugue und Ganges geht es zurück zum Campingplatz (ca. 250 km). Wir freuen uns über die gelungene Tour mit z.T. sehr gut ausgebauten Strassen und widmen uns ausgiebig Grubengeist und Merlot – zu viel Merlot für mich. Hierbei entsteht der erste Entwurf für die Triple-Tours 2015 (3 Tage Le Vigan, 3 Tage Le Vans-Villefort, 3 Tage Vercours) und die Sonderrennveranstaltung „Rund um den Rosensteinpark“ - Langstreckenrennen für Schwalbe und Quickly.

Mittwoch: Heute dauert das Frühstück noch länger. Westrunde über Lodeve nach Roquebrun (ca 300 km). Ich brauche eine längere Pause um den Merlot vom Vorabend noch vollständig umzusetzen. Roquebrun hat einen recht schönen öffentlichen Campingplatz der sich auch gut als Basislager eignet. Ab heute kein Merlot mehr für mich – auch kein Grubengeist.

Donnerstag: Wanderung in der Nähe von Brisac. Siggi verfehlt einen Abzweig zur gesuchten Höhle. Wir finden ein – glücklicherweise eingezäuntes - großes Loch. Der erste Ton nach dem Steinwurf kommt nach 4 sec. Den Boden kann man nicht erkennen. Es geht weiter aufwärts – zu viel Höhenmeter – Auf dem Rückweg findet Siggi doch noch den Abzweig zur gesuchten Höhle. Sie ist nicht so groß wie die vom Montag und benötigt keinen Seilsicherungsakt. Um 18:00 Uhr brechen wir noch zu einer schellen Runde zur Corniche des Cevennes auf. 130 km mit viel Spaß.

Freitag: Etwas früher als sonst brechen wir nach Minerve auf. Um Zeit für die Erkundung schöner Strassen zu haben legen wir die Anfahrt auf eine rote Strasse. Gegen 12:00 Uhr erreichen wir Minerve und verbringen die Mittagspause an einem idyllischen Platz in der Schlucht. Beim Aufbruch entdecke ich einen Ölfleck unter meiner KTM. Aus Angst vor einem ev. undichten Getriebesimmering und einem evtl. defekten Getriebeausganglager rollen wir zum Campingplatz zurück. Wir packen ein und bereiten alles für die Heimfahrt am Samstag vor.

Samstag: Rückfahrt nach Stuttgart mit eingeschobenem Besuch in einer Weinbaugenossenschaft. Siggi nimmt 100 l Wein mit. Die Gesamtkosten pro Tag und Person lagen bei 64,- €. Die KTM ist wieder ok. Sie brauchte nach 25.000 km lediglich eine neue Kette. Wiederholung in 2015 in Brisac oder Roquebrun. Dann aber mit dem Abstecher zur Trainingsrunde im Vercours auf der Rückfahrt.

Gruß Albrecht Krüger-Eppstein

 

3. tt-speziall-Villach-2014 (25. bis 29.05.2014)

Beim ersten Blick aus dem Fenster war klar, der Regenkombi musste angezogen werden. Den brauchten wir bereits zur Anfahrt zum Treffpunkt an der Tankstelle in Kirchheim unter Teck. Nach einem kurzen Guten Morgen der 3 am Dienstag startenden, ging es dann auch gleich auf die Autobahn nach München.

Das Wetter wechselte von Landregen bis Trocken in allen Varianten. Nach, wie erwartet, eintöniger Fahrt kamen wir in München an. Albrecht führte uns in ein schnuckeliges Kaffee, in dem wir ein leckeres, ausgedehntes Frühstück zu uns nahmen. Es hatte nach trockener Ankunft wieder geregnet.

Aufgebrochen sind wir dann bei leichtem Regen. Die Aussicht auf mehrere Tage Regen veranlasste Gert die Rückreise anzutreten, da er sich nach seiner Krankheit doch überschätzt hatte. Gert schien eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Von München bis zum Katschbergtunnel regnete es ununterbrochen, Wolfgangs historische Alpinstars Stiefel meldeten Land unter aber hinter dem Tunnel kamen erste Lichtblicke. Bei der Ankunft in Matschiedl empfing uns die Sonne. Die nächsten vier Fahrtage und auch die Rückfahrt waren zu 90% trocken. Mittwoch und Donnerstag erkundeten Albrecht und Wolfgang die Umgebung.

Die Strassenverhältnisse waren teilweise sehr schlecht, vorangegangene Regenschauer hatte viel Schmutz auf die Strassen gespült, ein kleiner Pass war noch nicht vom Schnee befreit.

Kurz vor der Passhöhe mussten wir umdrehen. Der Bagger hatte sich noch nicht zur anderen Passseite durchgekämpft (und wir hatten das Sperrschild im Tal übersehen). Einige geplante Routen mußten wir wegen Sperrungen (Giro di Italia) kurzfristig umplanen. Am Donnerstagabend stießen Roland, Benny, Stephan Frank und Alvaro zur Gruppe hinzu.

Christi Himmelfahrt---frei---4 Tage Motorrad…Herz was willst du mehr? Passender Sonnenschein wäre noch schön, aber das Ziel Kärnten-als südlichsten Bundesland Österreichs– macht diesbzgl. Hoffnung.

Bis München läuft es rund….zähfließend wird es kurz drauf, erster Regen gesellt sich hinzu. In der Blechlawine teils neidische (oh, die Herren können sich durchschlängeln), teils mitleidige (oh, die Herren werden nass) Blicke bis wir in Irschenberg die Autobahn verlassen.

Wie bestellt, abtrocknende Straßen, die erste Schräglagen zulassen  Der Wettergott meint es gut mit uns. Munter geht es hin zur Großklockner-Hochalpen-Straße. Bevor wir die 2500m in Angriff bzw. unter die Räder nehmen, kurze Pause und Plausch mit K1600-Fahrern die uns großzügig Teile Ihrer 6 Zylinder anbieten….

…wir hätten es annehmen sollen…die Luft wird dünner, die Leistung schwindet, die Griffheizung im Gegenzug hochgeregelt. 2.5° Grad auf der Passhöhe (Hochtor 2576m) laden nicht zum langen Verweilen ein und wir stürzen uns hinab in Richtung unseres Zielortes St. Stefan im Gailtal. Hier kehren wir bei Familie Millonig im Gailtaler Hof ein. Freundlicher Empfang, tolles Essen, große Scheune für alle Mopeds, ok der Bus mit den versprochenen Studentinnen kam irgendwie nicht  aber trotzdem, eine uneingeschränkte Empfehlung.

Freitag und Samstag düsen wir von hier aus in Richtung Italien und Slowenien wo die Karnischen, Julischen und Gailtaler Alpen nochmal alle Register ziehen.

Drei besonders zu erwähnende Highlights der Tour:

  1. Seit 2003 führt die Giro d `Italia über den Monte Zoncolan (1740m), der teilweise eine maximale Steigung von 23% aufweist (10% im Schnitt auf über 10km). So auch diesen Samstag. Deutlich bequemer gestaltet sich die Auffahrt freitags mit dem Motorrad. Erste Tifosi säumen bereits den Fahrbahnrand um sich für den Folgetag die besten Plätze zu sichern. Obwohl an einigen Stellen der erste Gang (!) bemüht werden muss, geben erst die schweißgebadeten Radfahrer mit hochroten Köpfen ein wirkliches Gefühl für die Steigung. Die zahlreichen pittoresken Orte rund um den Zoncolan sind herausgeputzt für den Giro und farblich (rosa) geschmückt…
  2. Kurz nach Tarvisio passiert es…völlige Überraschung ..hier endet also Italien und beginnt Slowenien….das hätte man irgendwie nicht erwartet. Die ersten Kilometer erstaunen weiter. Schilder im identisch, gelben Farbton wie in Deutschland, glatter Asphalt…beeindruckende Landschaften. Schnell müssen Vorurteile über Bord geworfen werden. In Kranjska Gora biegen wir rechts ab und ballern gen Süden. Rasch werden die Straßen enger, steiler, anspruchsvoller…und der Asphalt schlechter. In Spitzkehren kommt noch Kopfsteinpflaster dazu, großes fahrerisches Kino. Wir befinden uns auf dem Vršičpasses (Werschetzpass) der sich als höchster Gebirgspass Sloweniens auf eine Höhe von 1611m schlängelt …klares GS-Terrain mit ihren langen Federwegen. Blöd nur, wenn man keine hat. Nach der Talfahrt – es sind scheinbar 27 Kehren- fährt man parallel zum toll türkisschimmernden Fluss Soca. Dem Andrang nach zu urteilen, ein Eldorado für Wildwassersportfreunde…
  3. Wer wollte eigentlich in diese Sackgasse fahren? ca. 18km, ok schauen wir mal. Vieleicht gibt es ein nettes Café oder eine andere Gelegenheit zum Brettljausen. Vielleicht kommen wir doch am Ende irgendwie durch und müssen nicht umdrehen. Die schmale Straße, der geringe Verkehr, der ganze Split lässt dann aber doch schnell zweifeln, ob das Ganze eine gute Idee ist. Ich löse mich von meiner Beamtendenke und fahre stur weiter…aber verdammt, es ist schon wieder GS-Terrain (wir sind wahrscheinlich schneller fertig, wenn wir auflisten, was kein GS-Jagdgebiet ist). Nach 18 sehr langen Kilometern sind wir dann aber am Ende der Straße. Hier wird der Begriff Sackgasse sehr, sehr deutlich. Selbst die Herrschaften auf der GS möchten und können nicht mehr weiter fahren  Nichtsdestotrotz werden wir hier mit atemberaubender Aussicht und entsprechend schönen Bildern mehr als entschädigt…

Vielen Dank an unseren Tourguide Albrecht und die Gruppe! War echt klasse… ---und ihr wisst wo wir uns nächstes Jahr einquartieren…

Benny, Gert, Albrecht

 

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