Veranstaltungsinformationen 2013 Nr.5

Tourenberichte

 

1. SG-Stern-Tour Ardeche 2013; Die etwas andere TomTom-Tour

Schon seit längerer Zeit wollte ich das Gebiet um die Ardeche in Südfrankreich besuchen. Die Gelegenheit bot sich mit dem Tour-Angebot von Uwe Becker für das Jahr 2013. Wie der Zufall es will, war ich in den letzten sieben Monaten nun schon zum dritten Mal in diesem zum Motorradfahren wunderschönen und abwechslungsreichen Landstrich im Süden Frankreichs.

Uwe hatte wie schon des Öfteren das Ferienhaus von Gaby für eine Woche incl. Essensservice am Abend gebucht. Er und seine Frau Daniela, sowie seine Freunde Gaby und Wolfgang aus Regensburg reisten am Samstag auf relativ direktem Weg über die Schweizer Autobahnen an. Silke, Oliver und ich fuhren zwar auch am Samstag los, übernachteten aber in der Nähe von Genf um die Anfahrt maut frei auf Landstraßen genießen zu können. Am Samstag war uns der Wettergott freundlich gesonnen und ließ uns bis zu unserer Unterkunft Schwarzwald und Jura genießen. Kurz vor unserem Ziel riss sich Oliver die Auspuffanlage seiner MotoMorini Corsaro in einer Baustelle entzwei (zu wenig Bodenfreiheit), was am nächsten Morgen in eine größere Reparatureinheit mündete.

Auf dem Weg zum eigentlichen Ziel in Lagorce erwischte uns der Regen aber doch noch recht heftig.

Ab Montag gingen wir dann mit allen Sieben auf die Tagestouren. Eine Runde Norden zum Eisessen nach Thines. Das viel gepriesene handgemachte Eis entzog sich der Erprobung (Laden wohl wegen Kälte noch geschlossen) Eine Rund Mount-Ventoux im Südosten. Die Temperaturen und die Sicht gingen am Gipfel gegen Null (tiefer schwarzer Wolken, aber kein Regen). Beim Kaffeetrinken in Sault blieben fast alle Jacken geschlossen.

Eine Runde Cevennen mit dem Tarntal und dem höchsten Gipfel des Gebiets, dem Mount Aigual (ca. 1560m). Hier blies der Wind bei ca. 6 Grad so stark, dass wir die Helme mit geschlossenem Visier auf dem Kopf liessen. Die ca. 400 km lange Tour hinterließ bei allen große Erschöpfung. Eine Runde Norden zum Kuchenessen nach LaLouvesc. Der Kuchen war wie vorhergesagt hervorragend, die Temperaturen aber wieder einstellig.

Eine Runde Mittelmeer. Am Freitag fuhr ich mit Silke und Oliver zum Mittelmeer. Die Anderen hatten dies schon am Sonntag erledigt. Kleine Straßen, tolle Landschaft und ein gut zu erreichender öffentlicher Strand bei La Grand Motte luden zum Baden ein (die Badehose und das Handtuch waren dabei). Die auch hier leider nur knapp zweistelligen Temperaturen hielten uns von dieser Aktivität aber ab.

Die in diesem Gebiet vorhandenen Straßen entsprechen ziemlich genau der Straßenbeschreibung für meine TomTom-Touren, klein und z.T. sehr holprige Straßen der gelben und weißen Kategorie. Uwe schaffte es jeden Tag einen tollen Mix an Straßen zusammenzustellen. Dass die roten Rue-National so eng sein können wußte ich nicht. Dafür haben sie in der Regel einen ganz guten (ebenen) Belag und reizen auch mit Bögen oberhalb von 120 km/h.

Garmin und tomtom vertrugen sich ganz gut, auch wenn wir manchmal in unterschiedliche Richtungen wollten. Es gibt aber nur einen Tourführer.

Gaby, die Hausbesitzerin, sorgte jeden Abend mit einen gekonnten und abwechslungsreichen 4 Gänge-Menu für unser leibliches Wohl. Keine Telefon, kein Fernsehen, sehr nette Kollegen, abwechslungsreiche Straßen und über die Woche trockenes und meistens sonniges Wetter sorgten bei mir für eine gute Erholung.

Die Rückreise nahmen wir in gleicher Formation wie die Anreise in Angriff. Für uns Landstraßenfahrer (Silke, Oliver und ich) wurde daraus ein außergewöhnlich nasses und kaltes Abenteuer. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schneetreiben im Jura, 5 Grad und Dauerregen in der Rheinebene brachten noch eine unerwartete Anstrengung in die Gesamttour, konnten das insgesamt aber sehr positiver Erlebnis nicht wirklich schmälern. Die Besserung mit 8 Tagen Sonne und deutlich über 20 Grad kommt vielleicht in zwei Jahren.

Gruß Albrecht Krüger-Eppstein

 

2. Comer See von Heiner Jedele

 Grüß Gott liebe Como-TN,

Ich fand alles ganz klasse. Wir waren eine sehr gute Truppe und ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken. Ihr habt mir nur Freude und kein Gramm Kummer bereitet. Davon muß ich jetzt wohl oder übel bis zur DEVA-Tour zehren. 

Das ist der Bericht vom Heiner – knapp und prägnant.

Es ist damit alles gesagt, nur noch nicht von mir :-)

Da ich mit dabei sein durfte, noch ein paar Ergänzungen von mir. Heiner hatte sich im Vorfeld mit der Auswahl des Hotels große Mühe gegeben – was sich ausgezahlt hat. Wetter war gut bis sehr schön – mit wenigen Regenschauern. Die haben in der Regel die abbekommen, die nicht genug bekommen konnten und Thomas und Ralf sei Dank so gerade noch das Abendessen mitbekommen haben. Geduscht hatten wir ja schon.

Also Heiner, hast Du super prima gemacht, in gewohnt guter Manier! Wir haben uns wohl gefühlt und es hat sehr viel Spaß gemacht. Und pack im nächsten Jahr wieder den Ewig ein, dann wird auch abends nie langweilig.

Gruß Uwe Becker

 

3. SG Stern-Tour Lago Maggiore 09. – 12. Mai 2013

Teilnehmer:
Silke Futterknecht, Husqvarna Nuda
Albrecht Krüger-Eppstein, KTM 690 Duke
Matthias Schill, Suzuki SV 650 S
Mark Herzog, Kawasaki ZRX 1100

Donnerstag, 09. Mai 2013:
Nach dem wir uns bei Silke zu einem kurzen Begrüßungskaffee getroffen haben, sind wir über die B27 Richtung Schwäbische Alb um ca. 9 Uhr losgefahren. Zu unserem Etappenziel Mutten in der Schweiz lagen ca. 330 km vor uns.
Unsere Route führte uns über kleinere, aber dennoch flotte Sträßchen bis nach Stockach. Zwischendurch hat es kurz geregnet, aber aufgrund schöner und leerer Straßen, guter Regenbekleidung und der Vorfreude konnte uns das Wetter nicht die Laune verderben. Die erste Pause haben wir in Stockach am Bodensee gemacht und bei schöner Sonne auf der Terrasse eine Pizza genossen.
Danach ging es über schöne Strecken durch die Schweiz. Wir legten noch eine Zwischenstation bei der Viamala Schlucht ein.
Am Abend erreichten wir unser Ziel Mutten - ein kleines Bergdorf. Die Betreiber der Ferienwohnung sind ein motorradbegeistertes Paar, das gezielt Mopedfahrer mit Ihrer Unterkunft ansprechen möchten.
Wir hatten eine sehr gemütliche, urige und nette Wohnung in einem sehr alten Bauerhaus mit niedrigen Decken.

Freitag, 10. Mai 2013:
Nachdem wir nach dem Frühstück mit Nebel gestartet sind, haben wir eine direkte Verbindung an den Lago Maggiore gewählt. Die Strecke führte uns über die Schweizer Autobahn an den Lago nach Italien. Aufgrund des Regens hatten wir einen unfreiwilligen Boxenstop – wir mutmaßen, dass Suzuki konzeptionell bei der Auslegung seiner Produkte nur von gutem Wetter ausgeht… Aufgrund einer gemeinsamen Daimler-Teamleistung wurde die SV mit einem Provisorium in Rekordzeit wieder startklar gemacht. Ich denke, Matthias sollte mit dieser Lösung einen Verbesserungsvorschlag bei Suzuki einreichen.
Ab Mitte des Tages drehte sich das Wetter zum Positiven und wir konnten die Anfahrt zu unserem Übernachtungspunkt in Tronzano über sehr kleine verwinkelte Sträßchen genießen.

Samstag, 10. Mai 2013:
Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir zu einer Tour rund um den Lago Maggiore aufgebrochen. Dabei haben wir schöne und kaum befahrene Straßen und Ecken rund um den Lago kennengelernt. Eine unvergessliche Anfahrt und eine atemberaubende Aussicht über den Lago haben wir am Samstagvormittag genossen.
Nach der Pause ging es dann weiter. Über eine Fährverbindung von Verbania haben wir auf die gegenüber liegende Seeseite gewechselt. Hier lag ein sehr herausforderndes Teilstück vor uns. Die eine oder andere Strecke war hier teilweise sehr anspruchsvoll für größere Mopeds – Grund war die Straßenbreite, der Belag und die jeweilige Beschaffenheit. Unser gestecktes Tagesziel mit knapp 300 km für die Seeumrundung haben wir deshalb nicht ganz erreicht und haben dann die geplante Route abgekürzt. Am Ende dieser Tour haben wir noch einen wunderschönen Abschluss mit einem tollen Ausblick auf den Lago Maggiore gehabt.

Sonntag, 11. Mai 2013:
Für die Rückfahrt hatten wir mehrere Rückfahrt-Optionen beim gemütlichen Abendessen im Hotel besprochen. Aufgrund der trüben Aussichten auf gutes Wetter, war unsere Entscheidung während des Frühstücks jedoch eindeutig: Wir nehmen den schnellsten und direkten Weg über die Schweizer Autobahn Richtung Deutschland. Wir sind dann über den San Bernadino und Thusis in Richtung Heimat gefahren. Beim Anstieg zum San Bernadino sind die Temperaturen stark gesunken, was den Einsatz der Regenkleidung und der Extra- Thermoschicht nötig gemacht hat. Das Stück bis nach Bregenz war dann komplett verregnet und somit nicht die Wetter-Bedingungen, die wir uns bei unserem Hobby gewünscht haben.
Nach der Überfahrt nach Deutschland wartete bei Lindau der übliche Stau auf deutschen Autobahnen, den wir dann durch eine geschickte Routenwahl umgingen. Die restlichen Kilometer bis nach Hause sind wir dann über die bekannten Bundesstraßen der Schwäbischen Alb nach Hause gefahren.

Fazit
In Summe war es trotz des durchwachsenen Wetters, einem Umfaller und einer Panne eine sehr schöne Ausfahrt, die viel Spaß gemacht hat. Sehr positiv war die Gruppe, mit der es sehr angenehm war, die Zeit zu verbringen. Die Zeit in den Pausen und morgens bzw. abends bei den Essen war sehr kurzweilig und hat wieder viele Einblicke innerhalb und außerhalb „vom Daimler“ ermöglicht. Wir hatten alle einen homogenen Gruppenfahrstil, der niemand über- oder unterfordert hat.
Eine besonderen Dank an dieser Stelle an unseren Organisator Albrecht, der es geschafft hat, schöne, unbefahrene, landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Routen zusammen zu stellen. Er hat sich darüber hinaus um die Unterkünfte gekümmert.
Albrecht vielen Dank für deine Mühen. Ich freue mich schon auf eine weitere Gelegenheit, wieder an einer Tour vom SG Stern teilnehmen zu können.

Bis dahin beste Grüße und unfallfreie Fahrt
Mark

 

Eure
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